16. Dezember, 2018

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[Katharina, 27 Jahre alt, aus Köln]

Mein Freund und ich haben dieses Jahr zum ersten Mal bei der Museumsnacht in Köln mitgemacht und sind total begeistert. Was wir alles erlebt haben und was du aus meiner Sicht für deine Museumsnacht nächstes Jahr beachten solltest, habe ich für dich zusammengefasst:

Endlich haben wir es auch einmal zu einer Museumsnacht geschafft. Am 3. November 2018 öffneten von 19 Uhr bis 2 Uhr 45 Museen und Kunstorte in Köln ihre Türen. Da es in dieser besonderen Nacht eine Vielzahl an Führungen, Aktionen und Aufführungen gibt, war uns von Anfang an bewusst, dass wir uns einen ausgeklügelten Plan anlegen sollten, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Ein ausgeklügelte Plan muss her

Unser Plan für die Muesumsnacht:

- So haben wir uns zunächst alle Veranstaltungsorte angeschaut und diejenigen markiert, die wir persönlich am interessantesten fanden.
- Dann haben wir zusätzlich geschaut, welche Museen gut nacheinander abgearbeitet werden können und zu welchen Uhrzeiten besondere Führungen oder ähnliches möglich wären.

Mit diesem Plan im Gepäck, waren wir zunächst überrascht wie viele Besucher, an dieser besonderen Nacht teilnehmen wollten. Organisatorisch etwas unklug: egal, ob Tickets im Vorfeld online gekauft wurden oder erst am selben Abend, jeder musste genau um 19 Uhr sein Ticket in ein gelbes Armband eintauschen, sodass es so gut wie unmöglich schien, einen Veranstaltungspunkt um genau 19 Uhr wahrzunehmen.

Eine ausgefeilte Tour durch Köln

Dennoch klappte unser ausgefeilter Plan sehr gut: Eine kurze Tour durch das Praetorium (die Überreste eines über 2000 Jahre alten römischen Palastes) von dort eine Führung durch das Römisch-Germanische Museum, sowie den Domgrabungen Köln (wusstet ihr, dass unter dem Dom noch ältere Vorgängerkirchen liegen?). Besonders berührend fanden wir beide das NS-Dokumentationszentrum, da hier die Schrecken des Nationalsozialismus anschaulich vermittelt werden und teilweise leider erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit deutlich werden. Chronologisch anschließend verbrachten wir die nächste Stunde in der 68er Ausstellung des Kölnischen Stadtmuseums und konnten durch anschauliches Bild- & Tonmaterial uns gut in die Zeit des Aufbruchs hineinversetzen. Im WDR Funkhaus konnten wir dann eine etwas andere Erfahrung machen – binaurale Tonaufnahmen (Aufnahmen, die für die Wiedergabe über Kopfhörer geeignet sind und so die Richtungslokalisation zulassen) wurde uns hier mittels verschiedener extra dafür aufgenommenen Hörspielen vermittelt, super interessant und besonders nach dem vielen Lesen eine gelungene Abwechslung. Zu Guter Letzt machten wir uns auf in das Museum Ludwig, um mit ein paar beeindruckenden Kunstwerken und der After-Show-Party die Nacht ausklingen zu lassen.

So lohnt sich die Museumsnacht
- Die Museumsnacht lohnt sich für alle, die neugierig sind, was Kölner Museen so zu bieten haben, jedoch unentschlossen sind für welche Ausstellung sich der Eintrittspreis wirklich lohnt.
- Ein guter Plan sollte vorab überlegt sein und Selbstdisziplin ist zu üben, um nicht Stunden in besonders interessante Ausstellungen zu verbringen und so den eigentlichen Zeitplan durcheinander zu bringen. Wir hatten pro Museum ca.1 Stunde, welche wir mal mehr mal weniger genutzt haben. Für alles wofür man eigentlich mehr Zeit bräuchte, kann man immer noch mal wiederkommen, so wie wir auf jeden Fall noch einmal zum NS-Dokumentationszentrum hinmöchten.

Interessierst du dich für Museen? Welches Museum hat dich schon mal beeindruckt und warum?

Eure Katharina

blog dom

 

Links:
Binaurales Höhren zum Ausprobieren für daheim (MIT Kopfhörern!): https://www.youtube.com/watch?v=IUDTlvagjJA

Mehr Informationen zur Museumsnacht: http://www.museumsnacht-koeln.de/highlights